Pluenderung der Wirtschaft durch InvestmentkonzerneHedgefonds und andere Heuschrecken in freier WildbahnImmer mehr Betriebe fallen den Angriffen von Investmentkonzernen ( "Heuschrecken ") zum Opfer werden finanziell ausgesaugt und Zug um Zug schliesslich liquidiert, wenn sie nicht mehr tragfaehig sind. Die Bundesregierung moechte den Heuschrecken der "Private Equity "-Branche die Tueren noch weiter oeffnen.Ein Beispiel illustrierte der Spiegel in seiner Titelstory der Ausgabe 52/06 mit dem Chemieunternehmen Cognis, das bis vor einigen Jahren zum Henkel-Konzern gehoerte. Henkel trennte sich von Cognis aus "strategischen Gruenden " von seinen Chemie-Betrieben. Zu dieser Zeit war Cognis wirtschaftlich solide bei einer Eigenkapitalquote von mehr als 30% und einem Gewinn von 221 Millionen Euro. Gekauft wurde Cognis im Jahr 2000 vom Beteiligungskonzern Permira und der Investmentbank GoldmanSachs zum Preis von 2,5 Milliarden. Die Kaeufer zahlten jedoch nur 450 Millionen und finanzierten den Rest durch Kreditaufnahme zu Lasten des gekauften Unternehmens Cognis. Damit fiel die Eigenkapitalquote des Unternehmens auf nur noch 4,1 %. Die bisher erwirtschafteten Gewinne wurden nun komplett durch den Schuldendienst absorbiert. Dazu arrangierten die Investoren die Ausschuettung von Sonderdividenden in die eigenen Kassen und kassierten ausserdem millionenschwere Beratungsgebuehren. Im Jahr 2004 wurden darueberhinaus Anleihen in Hoehe von 600 Millionen an der Boerse platziert. 320 Millionen davon flossen direkt als Sonderdividenden an die Investoren. Goldman Sachs kassierte fuer das Boersenarrangement weitere Millionenhonorare. Dieser Vorgang wurde im Jahr 2005 wiederholt mit weiteren 530 Millionen Anleihen. Nach vier Jahren hatten die Investoren 850 Millionen aus dem gekauften Betrieb herausgeholt gegen ein Investment von 450 Millionen. Cognis konnte im Jahr 2005 mit Muehe seine Schulden bedienen und fuhr dabei einen Verlust von 136 Millionen ein. Der Versuch im darauffolgenden Jahr den nun ueberschuldeten Betrieb zu verkaufen, scheiterte jedoch aus Mangel an Interessenten. Permira hat aktuell die frueheren Sender von Leo Kirch SAT1 und Pro7 aufgekauft. Fruehere Einkaeufe des Konzerns waren u.a. der Brillenhersteller Rodenstock, die Takko-Modemaerkte, der Telefonanbieter Debitel und die Tiefkuehlkostsparte von Unilever mit Unternehmen wie Iglo. Der Schlossfabrikant Kiekert, bei dem seit mehr als 300 Jahren Schloesser hergestellt werden und der sich zum Marktfuehrer in Deutschland gemausert hat, steht nach der Uebernahme durch Permira vor der Pleite: 4 der 5 Werke wurden bereits geschlossen. Ein anderer Fall war der Verkauf des bundesdeutschen Kabelnetzes, das von den Gebuehrenzahlern finanziert worden war. Dies Netz wechselte 2003 den Besitzer und ging an die Private Equity-Firmen Apax, Providence sowie an Goldman Sachs fuer 1,73 Milliarden bei geringfuegigem Kapitaleinsatz. Innerhalb von 2 1/2 Jahren holten die Investoren 1,6 Milliarden aus dem Objekt. Beim Verkauf ihrer Anteile an Providence gingen je weitere 300 Millionen an Apax und Goldman Sachs. Der Betrieb schreibt nun tiefrote Zahlen. Die durch diese Geschaefte erzielten Gewinne waren darueberhinaus komplett steuerfrei, nachdem die rot-gruene Bundesregierung Verkaeufe von Betriebsanteilen von der Steuer befreit hatte. Auch die entstandenen Schulden sind steuerabzugsfaehig. Die Beteiligungsgesellschaften haben ihren Sitz auf Steuerparadiesen, wie den englischen Kanal-Inseln oder den karibischen Cayman-Islands. Die Bundesregierung will die Geschaefte der Heuschrecken weiterhin foerdern und weitestgehend von der Besteuerung freistellen.---------------------ein Artikel aus dem globalisierungskritischen Internetmagazin fuer Gegenoeffentlichkeitsarbeit auf www.hh-online.netLink zum Beitrag / Hintergrundinfo oder Pressehinweis: www.meta-info.de?lid=24645 und http://links.net-hh.de?lid=24645