Großkonzerne steigern Profite
 
Siemens, EADS, MAN, VW und Daimler-Chrysler haben im vergangenen Jahr mehr verdient als je zuvor. 2005 soll es so weitergehen
 
Die börsennotierten Großunternehmen in Europa und den USA haben 2004 mehr verdient als je zuvor. Das berichtete das Handelsblatt in seiner Montagausgabe unter Berufung auf übereinstimmende Analysten-Einschätzungen. Auch 2005 sollen die Gewinne demnach noch einmal steigen. »Die Unternehmensgewinne werden nicht mehr ganz so schnell steigen wie im vergangenen Jahr, aber das Gesamtbild bleibt äußerst positiv«, zitierte die Zeitung Michael Thompson vom New Yorker Analysehaus Thomson Financial.

In den USA legte demnach der S&P-500-Index 2004 durchschnittlich um 19,1 Prozent zu. »Das war das höchste Plus seit 1993, und auch von der Gewinnsumme her haben wir die Boomjahre 1998 und 1999 längst überholt«, wurde Thompson zitiert. Auffällig sei zudem, daß die Unternehmen ihre Schulden stark abgebaut haben. Die Gewinne der DAX-Unternehmen legten demnach 2004 um 72 Prozent zu. Allerdings war das Jahr 2003 sehr schwach und wurde von vielen Firmen für Einmal-Abschreibungen genutzt.

Die Schätzungen für 2005 deuten demnach auf Ertragszuwächse um acht Prozent in Europa und um durchschnittlich zehn Prozent in den USA. Das liege über dem Mittelwert der vergangenen 20 Jahre von neun Prozent, berichtete die Zeitung. Für Firmen wie Siemens, EADS, MAN, VW und Daimler-Chrysler wird demnach mit einem Ergebnisplus zwischen 20 (Siemens) und 90 (VW) Prozent gerechnet.

Wachstumseinbußen drohten dagegen wegen fallender Ölpreise im Energiesektor. Allerdings dürfte mindestens die Hälfte des Zuwachses in Deutschland auf die Umstellung der Bilanzierungssysteme entfallen.

(AP/jW)