GERK
Protest gegen den Kahlschlag

 
REUTLINGEN Den Eltern langt es: Die 500 000 Euro Kürzungen bei Kindergärten und -tagesstätten, die der Gemeinderat beschlossen hat, bedeuten 12,5 Erzieherinnenstellen oder sieben bis acht Gruppen, die in diesem Jahr wegfallen müssen, heißt es in einer GERK-Mitteilung. Und das in einem personell und materiell ausgehungerten System. Dies erstickt jede Initiative zur Verbesserung des Angebots und hat schon jetzt gravierende Folgen: Erste Einrichtungen planen einen Aufnahmestopp selbst für Geschwister, so dass Eltern ihre Kinder auf mehrere Kindergärten verteilen müssen, wenn sie überhaupt erreichbare Plätze finden. Außerplanmäßige Schließungen und Ausfall von Unternehmungen werden in den unbesetzten Einrichtungen immer mehr zur Regel, jede Aussicht auf Besserung ist nun aber verloren und die Stimmung am Boden.
 
Die Elternschule hat alle Zuschüsse verloren mit der Folge, dass die hohen Eintrittsgelder zum massiven Einbruch bei den Besucherzahlen führten - eine Niederlage für die schulergänzende Bildung und Prävention. Das dicke Ende steht aber noch aus und die massive Unsicherheit hat in den städtischen Einrichtungen, die die Einsparung ausbaden müssen, das Chaos ausgelöst. Vor der heutigen Gemeinderatssitzung (15 Uhr) werden die Eltern zusammen mit den Kindern deshalb an die Räte Rote Karten mit ihren Forderungen verteilen.
 
 

Erscheinungsdatum: Donnerstag 25.03.2004
Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/


 
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