Generationenkonflikt von oben:

Wie Politik einen Interessenkonflikt inszeniert

Heinz Steinert

Zwei Arten von Generationenkonflikt: von unten und von oben

Generationenkonflikte sind herkömmlich Ausdruck einer Modernisierungskrise: Die Jungen nehmen die neue Ordnung schneller an als die Älteren. Was wie ein Konflikt der Generationen aussieht, ist tatsächlich der Konflikt zwischen zwei Produktionsweisen. Das schönste Beispiel war seinerzeit die Durchsetzung von Fordismus im Nachkriegs-Europa: Die amerikanisierten „Halbstarken“ konnten schon in den 1950er Jahren mit den Konsumangeboten der Massenproduktion von Kreppsohlen, Jeans-Hosen, Petticoats, auftoupierten Frisuren, Mopeds und mit dem Rock’n’Roll von Bill Haley und Elvis Presley deutlich mehr anfangen als ihre Altvordern, die noch auf Kriegswirtschaft und Verzicht für den Wiederaufbau (wenn nicht die militaristische Ordnung der faschistischen Ära) eingestimmt waren. Die Älteren bekämpften im „amerikanischen“ Benehmen ihrer Kinder und Enkel die einsetzende „Konsumgesellschaft“ und deren anti-autoritäre Implikationen. Ein selbsttragender Konflikt der Generationen wurde daraus erst im zweiten Durchgang: Als die Älteren umschwenkten, „wieder wer waren“ und sich auch „etwas gönnten“, waren die Jungen schon einen Schritt weiter und propagierten „Konsumverzicht“ zugunsten des „richtigen Lebens“ in Kommunen, in durch die Pille befreiter Sexualität, in kulturfremden Drogen und im Leben „on the road“. Die Soziologen konstatierten (nachträglich) einen „Wertewandel“. Er wurde gesellschaftlich als Aufbegehren der Jugend gegen die „tote Hand“ der Tradition, der patriarchalen Autoritäten, schließlich sogar des Staats und was uns sonst heilig ist wahrgenommen.

Derzeit geschieht etwas ganz anderes und ziemlich Bemerkenswertes: Ein Konflikt der Generationen wird als politisches Manöver „von oben“ propagiert. Immer mehr Alte müssten von den Jungen erhalten werden, versuchen uns die „Reform“-Politiker als Ursache der „Reform“-Notwendigkeit (also der Reduktion von sozialpolitischen Leistungen) zu erzählen. Eine Generation von viel zu langlebigen Alten verjuble ihre großzügigen Pensionen auf Mallorca, oder, schlimmer, belaste „unsere Krankenkassen“ mit frivolen Hüftgelenks-Operationen und Krebs-Therapien, von der teuren Pflege im Alzheimer-Fall gar nicht zu reden. Einzelne Berufsjugendliche greifen das auf und versuchen sich durch die Forderung zu profilieren, die Alten sollten statt mit teuren Prothesen lieber am Stock gehen, früher hätte das den Gicht- und Rheuma-Gebeugten ja auch gereicht. An der Selbstverständlichkeit, mit der Bilder gebraucht werden können, in denen die Alten den Jungen auf dem Buckel sitzen und als „gierige Generation“1 abqualifiziert werden können, kann man die Plausibilität ermessen, die der von oben propagierte Kampf der Generationen gewonnen hat.

Dagegen steht als erste Irritation die distinkte Erinnerung, dass der „Kampf der Generationen“ in den 1980/90er Jahren als eine Rationalisierungswelle begann, in der Personalabbau in den Betrieben in Form von Frühpensionierung der älteren Belegschaftsmitglieder betrieben wurde. (Eine eventuelle Zwischenzeit, bis das möglich war, musste durch Sozialpläne und Arbeitslosengeld überbrückt werden.) Seither gelten die Rentenkassen als „überlastet“. Seither haben auch Leute über 50 auf dem Arbeitsmarkt schlechte Karten: Die Jungen sind billiger. Ausgangspunkt war also ein massiver, aber sehr spezifischer Schub von Altersdiskriminierung recht handfester Art. Auch Staaten beteiligten sich daran mit Programmen zur Frühpensionierung z.B. von Lehrern, Soldaten oder Eisenbahnern (und politisch unliebsam gewordenen höheren Ministerialbeamten). Es braucht schon einige Dreistigkeit (und Vertrauen auf Gedächtnisverlust), um aus diesen Entlassungen eine illegitime Ausnützung der Rentenkassen durch die Alten zu machen (noch ganz abgesehen davon, dass Frühverrentung lange, regelmäßige und also hohe lebenslange Beitragszahlung voraussetzt).

Wie Abhängigkeit zwischen den Generationen hergestellt wird

Was in der Rhetorik des „Generationenkonflikts“ verschwindet, ist die Tatsache, dass die finanzielle Abhängigkeit der verschiedenen Altersgruppen in Renten- und Krankenversicherung künstlich, nämlich durch das von Adenauer mit großem (Wahl-) Erfolg eingeführte Umlageverfahren von deren Finanzierung,2 hergestellt wurde und heute durch genau die Leistungskürzungen bedrohlich verschärft wird, die als notwendige Konsequenz aus der zu großen Zahl von Alten ausgegeben werden. Umlage-Finanzierung bedeutet die Auszahlung der Leistungen an die Alten aus den gleichzeitigen Einzahlungen der Jüngeren. Das andere Extrem wäre ein Anspar-Modell, in dem die früheren eigenen Einzahlungen später ausgezahlt werden. Faktisch ist der Unterschied nicht so groß, weil das eingezahlte Geld natürlich nicht unter der Matratze aufbewahrt, sondern von der Versicherung angelegt wird. Daher zahlt sie die laufenden Verpflichtungen möglichst aus den aktuellen Beiträgen und greift das angelegte Vermögen nur dann an, wenn diese gerade nicht ausreichen. Keine seriöse Versicherung kann ohne einen solchen Stock von Reserven existieren. (Dazu hat sie außerdem ihre Rückversicherung.) Bei der staatlich organisierten Sozialversicherung kann diese Reserve klein gehalten werden, weil der Staat die Garantie übernimmt und also mit seinem Steuervermögen die Reserve darstellt. Wenn sich das Verhältnis von Ein- und Auszahlungen für die Sozialversicherung ungünstig entwickelt, muss mehr der Auszahlungen aus dem staatlichen Steuervermögen finanziert werden, das ist alles – und das geschieht ja auch. Das heißt keineswegs, dass die Auszahlungen von Renten- und Sozialleistungen gekürzt werden müssten, es muss nur (bei gleichbleibenden Einnahmen) irgendetwas an Staatsausgaben gekürzt werden. Es gibt keinerlei „Notwendigkeit“, das durch eine Kürzung der Renten oder eine Anhebung der Beiträge auszugleichen und damit daraus einen „Generationenkonflikt“ zu machen. Man könnte auch an den Steuergeschenken für die Wirtschaft „sparen“.

Die Entscheidung für die Einsparung bei den Leistungen erzeugt aber noch zusätzlich sehr reale „Generationenkonflikte“, indem Eltern und Kinder gezwungen werden, in Notlagen für einander zu garantieren, wo früher die sozialpolitische Leistung eingesprungen wäre. Wenn die Kinder für die Pflege der alten Eltern aus dem Ersparten und dem aktuellen Verdienst aufkommen müssen, kann eine lange Pflegebedürftigkeit die Kinder ruinieren – indem sie selbst (und das heißt gewöhnlich: die Tochter oder Schwiegertochter) diese Pflege auf Kosten von Beruf und eigenem Leben leisten oder indem sie sich dafür finanziell verausgaben. Die sozialpolitische Verarmung der Älteren führt auch notwendig zu geringeren Unterstützungen der Jüngeren durch die Älteren, die besonders von Großeltern zu Enkeln höchst üblich und nicht unbedeutend sind. Richtig scharf gemacht wird der Konflikt der Generationen also erst durch die Sparmaßnahmen, von denen er angeblich verhindert werden soll.

Die Auslagerung der Sicherungen für einkommenslose Zeiten (Unfall, Krankheit, Alter, zuletzt Arbeitslosigkeit generell, interessanterweise nicht: Kindheit und Jugend) aus der Familie in ein unpersönliches und staatlich garantiertes Versicherungssystem war nicht zuletzt die Antwort auf den Zerfall der patriarchal-familialen bäuerlichen wie bürgerlichen Produktionsgemeinschaft in der Universalisierung der proletarischen Kleinfamilie. Diese Auflösung ist im 20. Jahrhundert weiter fortgeschritten und von Jungen wie Alten, besonders aber Jungen und Frauen als Befreiung verstanden und erkämpft (und von der Wirtschaft als Voraussetzung für hohe Mobilität der Arbeitskraft begrüßt) worden. Dass im 21. Jahrhundert, wo sie als wirtschaftliche Einheit von Dauer völlig prekär geworden ist, „die Familie“ wieder zur sozialen Sicherung zwangsverpflichtet wird, um „den Staat“ zu entlasten (wovon eigentlich? doch offenbar von der Pflicht, das von den Bürgern eingezogene Steuer-Vermögen in ihrem unmittelbaren Interesse und nicht in dem von Wirtschafts-Subventionen auszugeben), ist nichts als eine finanzpolitische Verzweiflungstat unbelastet von jeglicher Einsicht in die gesellschaftliche Wirklichkeit.

Generationenkonflikt zwischen den 50- und den 70jährigen?

Im übrigen ist das alles ein Generationenkonflikt in einem höchst übertragenen Sinn: Die Transfers finden zwischen den 30-60jährigen und den über 70jährigen statt. Die neu hergestellte Abhängigkeit besteht zwischen den Alten und den jetzt noch etwas weniger Alten. Bei „Generationenkonflikt“ hingegen denkt man an den Kampf der Jugendlichen um die Selbständigkeit von ihren Eltern, also an einen ganz anderen Konflikt zwischen den 15-25jährigen mit den 35-45jährigen. Dort hat er eine ganz andere Schärfe und Ödipus-Elektra-Antigone-Dynamik und geht, wenn überhaupt um Geld, um Zahlungen in der umgekehrten Richtung: von den Eltern an die Kinder. Sozial-Transfers finden bekanntlich zwischen denen, die in Lohnarbeit sind, und denen, die das nicht (mehr und noch nicht) sind, statt – für die einzelne Person von einer Lebensphase in eine andere. In der Sozialversicherung findet daher keine Umverteilung statt, nur ein zeitlicher Transfer von eigenem Einkommen. Da wird niemandem etwas geschenkt, und schon gar nicht den Ärmeren durch die Reicheren. Dergleichen geschieht, wenn überhaupt, durch die Steuern. Wenn man alles zusammenrechnet, laufen unter neoliberalen Vorzeichen die Transfers eher von den Ärmeren zu den Reichen.

In der Generationenkonflikt-Rhetorik wird wie selbstverständlich der andere Lebensphasen-Transfer, der von den Älteren zu den Jungen, unterschlagen. Die Aufwendungen nur an Geld (noch ganz abgesehen von Arbeit und Verzicht aller Art), die von Eltern und Großeltern für Kinder und Enkel getätigt werden, sind nie in das Sozialversicherungs-Denken einbezogen worden. Sofern es dafür öffentlichen Ausgleich (Kindergeld) gibt, wird er aus Steuern finanziert. Tatsächlich wird aber politisch gerade daran gearbeitet, hier eine zusätzliche, privat zu leistende Versicherungsnotwendigkeit einzuführen: in der Bildungspolitik. Indem zumindest die universitäre Bildung kostspielig gemacht wird, werden Eltern auch hierzulande bei Geburt eines Kindes eine Ausbildungsversicherung anlegen müssen. Kinder werden noch mehr zu einem Luxus gemacht, den man sich erst einmal leisten können muss. Die Transfers über zwei Generationen, also von Großeltern zu Enkeln, werden ohnehin notorisch übersehen.3 Daran ändert auch das Gerede von der „Erben-Generation“4 nichts, das immerhin die Banken zu eigenen Programmen veranlasst. Von den sozialpolitischen Überlegungen bleiben diese Transfers zu den Kindern getrennt. In der politischen „Generationenkonflikt“-Rhetorik tauchen sie nur als unverständliche und egoistische Kinder-Verweigerung umgedeutet auf. Mit der Verknappung der Sozialleistungen und der Anhebung der Kinder-Kosten durch Abbau von öffentlicher Infrastruktur wird auch auf dieser Seite private Solidarität, die man gleichzeitig fordert, unmöglich gemacht.

Die Baby-Boomer und der Arbeitskraft-Unternehmer

Der als schicksalhaft beschworene „demographische Faktor“ in der Reform, also beim Abbau der öffentlich vermittelten sozialen Sicherungen, besteht hauptsächlich im Altern des „Baby-Boom“ der 1950-70er Jahre. Von dort ausgehend wandert eine Konsumgeneration als Welle durch den Altersaufbau der westlichen Gesellschaften. Sie ist keine Generation im traditionellen Sinn, dass sie durch ein gemeinsames starkes Erlebnis geprägt wäre, es sei denn durch die Erfahrung, dass diese Altersgruppe immer groß genug war, um zu jedem Zeitpunkt alle Anstrengungen der Konsumindustrie zu mobilisieren, den jeweils altersspezifischen Bedürfnissen die geeigneten Waren und Dienste anzubieten. Neuerdings sind das die Lifestyle-Drogen und Wellness-Dienste, demnächst werden es die Sterbe-Hilfen sein. (Im Kino deutet sich das in Filmen wie Invasion der Barbaren von Denys Arcand, 2003, bereits gut an, wo es um das zwischen den Generationen versöhnte, gelungene Sterben geht.) Es ist also eine Konsumgeneration, die hier durchzieht – ein interessantes Phänomen, das soziologische Aufmerksamkeit verdient, aber ein Spezial-Phänomen, das man nicht als „Schicksal“ in eine dadurch verhängnisvoll geschlossene Zukunft verlängern muss.5

Kein Spezialphänomen ist hingegen der Umbau der Arbeitsverhältnisse auf den „Arbeitskraft-Unternehmer“, vom lebenslangen Beruf zur kurzfristigen Projektemacherei, die erzwungene Prekarisierung und „Flexibilisierung“ der Arbeitsverhältnisse. Das ist eine Entwicklung, in der die Produktionsweise ebenso grundlegend umgebaut wird, wie das vor etwa hundert Jahren im Umbau zum Fordismus geschah. Damit wird der sozialen Sicherung, die an die regelmäßige Lohnarbeit gekoppelt ist und die immer schon alle benachteiligt bis ausgeschlossen hat, die keine lebenslange Lohnarbeits-Karriere hatten, z.B. die Frauen, vollends und für fast alle die Grundlage entzogen. Die gegenwärtige Politik hält grundsätzlich an diesem System fest, versucht es nur durch Leistungskürzungen über eine finanziell schwierige Phase zu bringen (mit der illusionären Hoffnung, es werde irgendwann wieder „Vollbeschäftigung“ geben6) und drapiert das mit „Generationenkonflikt“. Tatsächlich macht die neoliberale Produktionsweise eine soziale Sicherung nötig, die von Lohnarbeit abgekoppelt ist.7 Indem Politik diese notwendige Reform versäumt, schädigt sie die Generationen, die unter diesen Bedingungen ihre Einkünfte aus verschiedenen Arbeitsformen und in aufeinanderfolgenden verschiedenen Projekten zusammenstoppeln müssen.

Es wäre Aufgabe der Soziologie zu untersuchen, warum dieser Umbau der Produktionsweise, anders als seinerzeit der zum Fordismus, keinen Generationenkonflikt im Sinn einer Jugendrevolte gegen ihre Eltern hervorgerufen hat. Als ein Grund ist zu vermuten, dass jedenfalls seit dem Platzen der Internet-Blase das neue Wirtschaften auch für die Jugendlichen nicht sonderlich attraktiv ist. Einiges spricht dafür, dass die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern heute besser sind als damals – und auch dass die Abhängigkeit der Jugendlichen von den Eltern größer ist (was sich z.B. im auffallend längeren Verweilen der Jugend im elterlichen Haushalt ausdrückt). Die These wäre: Unter dem Umbau leiden diesmal alle Altersgruppen und die Generationen gemeinsam.

Die Rhetorik des Generationenkonflikts ist in Deutschland besonders durchsichtig ein Manöver der Ablenkung von der Umverteilung zugunsten der Reichen und der Konzerne, besonders in der ersten Regierungsperiode Rot-Grün, die ja der Ursprung der jetzigen Finanzmisere des Staats ist. Aber sie verfehlt ihr Ziel: Die damit angesprochenen „Jungen“ sind die 30-und-mehr-jährigen, die Sozialversicherung und Steuern zahlen, und die rebellieren gegen keine Väter oder gar Großmütter mehr, die sind selbst schon Eltern (Generationenkonflikt läuft gut bei den 15-25jährigen, danach hat man andere Sorgen). Die Jüngeren aber wissen, dass sie tatsächlich von den jetzt durchgezogenen Reformen, die angeblich die soziale Sicherung sanieren, „aufs Kreuz gelegt“ werden: Sie werden nämlich die sein, die dermaleinst wg. unregelmäßiger Berufskarrieren trotz Einzahlung nichts mehr herauskriegen werden. Den Generationenkonflikt haben sie, wenn überhaupt, dann mit den derzeitigen Politikern, die ihnen einen Generationenkonflikt mit ihren Großeltern einzureden versuchen.

Anmerkungen

 Zuerst erschienen in: POLIS. Report der Deutschen Vereinigung für politische Bildung, Heft 3/2004: Seite 10-12.Zurück zur Textstelle

  1. Bernd W. Klöckner (2003) Die gierige Generation: Wie die Alten auf Kosten der Jungen abkassieren. Frankfurt: Eichborn.Zurück zur Textstelle
  2. Darüber kann man neuerdings kompakt nachlesen in Kapitel 4: Der Jahrhundertirrtum, von Gabor Steingart (2004) Deutschland: Der Abstieg eines Superstars. München: Piper.Zurück zur Textstelle
  3. In dem Buch von Horst W. Opaschowski (2004) Der Generationenpakt: Das soziale Netz der Zukunft. Darmstadt: Primus, werden diese Transfers besonders herausgearbeitet. Die nüchterne Betrachtung zeigt, dass es zwischen den Generationen, wenn man eine nicht einseitig verkürzte Bilanz zieht, mindestens ebensoviel an Zusammenarbeit wie an gegenseitiger Belastung gibt. Zurück zur Textstelle
  4. Und das ist die Generation der Enkel, nicht die der Kinder, auch wenn diese formell erbt: Sie erbt viel zu spät im Lebenslauf, um mit dem Ererbten etwas anderes tun zu können als es an die nächste Generation weiterzugeben.Zurück zur Textstelle
  5. In dem Buch von Frank Schirrmacher (2004) Das Methusalem Komplott. München: Blessing, geschieht das besonders penetrant. Der Zeitungs-Mann versteht eben etwas vom Sensation-Machen. Wovon er weniger versteht, das sind einerseits die Fakten, andererseits die Details der Umwertung von Alter, die er propagiert: Die Forderung bleibt abstrakt.Zurück zur TextstelleAuffallend ist übrigens, dass dort, wo eine solche Umwertung verlangt wird (so auch Reimer Gronemeyer, 2004, Kampf der Generationen. München: DVA), immer nur ein anderes gesellschaftliches Verständnis von „Alter“, nicht aber eines von „Jugend“ oder von „Lebenslauf“ überhaupt imaginiert werden kann. Zurück zur Textstelle
  6. Vgl. dazu Georg Vobruba (2003) ‚Politik in der Beschäftigungsfalle’, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 48(6): 741-750.Zurück zur Textstelle
  7. Vgl. unseren Entwurf einer Sozialpolitik, die einer anderen Logik folgt, in „Gibt es eine Alternative zum neoliberalen Sozialstaatsabbau? Umrisse eines Konzepts von Sozialpolitik als Infrastruktur“, sowie den zugeordneten weiteren Papieren und Diskussionen hier in: www.links-netz.de auf den entsprechenden Sonderseiten.Zurück zur Textstelle