Erziehungsgeld nur noch für Geringverdiener

Wenn es ums Sparen geht, kennt die Phantasie der Regierung keine Grenzen: Auch das Erziehungsgeld soll drastisch eingedampft werden.

Einkommensgrenzen runtergesetzt
Einsparungen hatte Rot-Grün bereits angekündigt, jetzt kursieren erste Zahlen. Wie die "Welt" berichtet, sollen nur noch Ehepaare Erziehungsgeld bekommen, die weniger als 30.000 Euro verdienen. Bisher liegt die Einkommensgrenze bei 51.130 Euro. Allein Erziehende sollen demnach nur noch einen Anspruch auf Erziehungsgeld haben, wenn sie weniger als 23.000 Euro verdienen. Bei ihnen lag die Einkommensgrenze bislang bei 38.350 Euro.

40 Prozent Einsparung
Die Pläne sind Teil der Haushaltsgesetze 2004, die das Kabinett in der vergangenen Woche abgesegnet hatte. Insgesamt will Rot-Grün mit der Maßnahme rund 40 Prozent der Ausgaben für das Erziehungsgeld sparen, schreibt das Blatt. Derzeit sind für den Posten im Haushalt jährlich rund 3,27 Milliarden Euro eingeplant.

Nur für Teilzeit-Jobber
Erziehungsgeld erhalten Väter oder Mütter, bis deren Kind zwei Jahre alt ist. Es beträgt maximal 307 Euro monatlich. Wer das Geld nur für ein Jahr in Anspruch nehmen will, kann ein Erziehungsgeld von bis zu 460 Euro monatlich beantragen. Die Höhe der Zahlungen richtet sich letztlich aber nach dem Einkommen der Eltern. Dabei werden auch Teilzeitjobs angerechnet. Wer die Unterstützung in Anspruch nimmt, darf allerdings höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten, weil das Erziehungsgeld ausdrücklich denen helfen soll, die wegen der Kinderbetreuung zu Hause bleiben.

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