28.02.2004
Reich, reicher, am reichsten!

Nahrung für die Neiddebatte. Nach der aktuellen Liste der Dollarmilliardäre des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" werden die Superreichen tatsächlich noch reicher.



Microsoft-Gründer Bill Gates ist nach wie vor der reichste Mann der Welt. Doch sein goldener Thron wird bedrängt: Landsmann Warren Buffett, Investor von Beruf, rückt dem Computer-Mogul auf die Pelle. Gates kommt zwar umgerechnet noch auf 46,6 Milliarden US-Dollar. Buffett bringt es nach der Rangliste des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" aber bereits auf 42,9 Milliarden.

Die beiden Amerikaner liegen mit ihren Dagobert-Duck-Vermögen einsam an der Spitze. Weit abgeschlagen – aber natürlich immer noch schwerreich – folgt auf Platz 3 Karl Albrecht, der Mitbesitzer der deutschen Discount-Kette "Aldi", mit 21 Milliarden. Der "ärmere" Bruder Theo belegt mit 18,1 Milliarden Platz 14 der Liste.

Neu im Club der 587 Dollar-Milliardäre befindet sich die Autorin der Harry-Potter-Romane Joanne K. Rowling (38) auf Rang 552. Sie ist eine von gerade mal 53 Frauen, die sich in dieser hauptsächlich von Männern dominierten Gesellschaft tummeln.

Alles in allem war es ein ausgezeichnetes Jahr für die Superreichen. Während Wirtschaftsflaute und Börsentiefs zuletzt zwei Jahre in Folge die Milliardärs-Brieftaschen geschmälert hatten, konnten die Wohlhabendsten der Welt in diesem Jahr wieder aufatmen. Das Gesamtvermögen der 587 von "Forbes" gezählten Milliardäre stieg im vergangenen Jahr von 1,4 Billionen auf 1,9 Billionen Dollar.

Die meisten Milliardäre, nämlich 31, wohnen in New York. Dessen Bürgermeister, Michael Bloomberg, gehört selbst zu den Reichsten der Welt. Moskau beherbergt immerhin 23 Milliardäre.

Weitere Deutsche auf der "Forbes"-Liste: BMW-Erbin Susanne Klatten (Platz 40/ 8,1 Milliarden Dollar), ihre Mutter Johanna Quandt (Platz 78/ 5,3 Milliarden Dollar), Versandhaus-König Michael Otto & Familie (Platz 42/ 8 Milliarden Dollar) und Rudolf August Oetker (Platz 50/ 7,5 Milliarden Dollar). Rausgefallen ist Ex-Medienzar Leo Kirch, der laut "Forbes" in drei Jahren 11,5 Milliarden Dollar verlor.