Spiegel-online, 14. Juni 2008, 00:00 Uhr

Drei Millionen New Yorker haben nicht genug Geld für Essen

Die Glitzermetropole New York hat ein Hungerproblem: Einer Studie
zufolge können sich über drei Millionen New Yorker die täglichen
Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten - das sind 40 Prozent aller
Einwohner.

Washington - In der US-Metropole New York haben immer
mehr Menschen Probleme, satt zu werden. Einer am Freitag
veröffentlichten Studie der New York Food Bank zufolge fiel
es im vergangenen Jahr 3,1 Millionen New Yorkern schwer,
das nötige Geld für Essen aufzubringen - das waren 40 Prozent
der Einwohner.

Vor allem die Preisexplosion bei Lebensmitteln hat den
Autoren zufolge dazu beigetragen, dass diese Zahl seit
2003 um 52 Prozent gestiegen sei. Besonders groß seien
die Schwierigkeiten bei Einwanderern aus Lateinamerika
und bei Bewohnern des armen Stadtteils Bronx: Dort leide
jeweils etwa die Hälfte unter Geldnot beim Lebensmittelkauf.

In den Jahren von 2003 bis 2007 haben sich die Preise
für Nahrung in New York demnach verdoppelt, während
sie etwa in den fünf vorangegangenen Jahren nur um
sieben Prozent gestiegen seien. Zu den Kosten für Lebensmittel
kämen noch die stark gestiegenen Benzinpreise und die hohen
Mieten, heißt es in der Studie. Die New York Food Bank betreibt
seit 25 Jahren in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung
Suppenküchen und Programme für Armenspeisungen.

URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,559673,00.html