"Wärme und Strom werden für viele unbezahlbar"   dpa 9.12.06

Die steigenden Energiepreise werden nach Einschätzung von Verbraucherschützern etliche Haushalte in Existenznot bringen. „Wir befürchten, dass Heizkosten und Stromrechnungen in zwei bis drei Jahren für die ärmeren Teile der Bevölkerung unbezahlbar werden“, sagte der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters. Es sei unglaublich, dass die Politik den Preisanstieg nicht stoppen könne - nicht einmal bei Strom und Gas, wo Marktmachtmissbräuche die Ursache für die Preisexplosion seien. Zehn Prozent des Einkommens für EnergieDie Energiekosten stiegen rascher als alle übrigen Kosten, sagte Peters. „Sie werden deshalb viele Haushalte in die Insolvenz treiben.“ Betroffen seien vor allem jene 5,2 Millionen Haushalte, die laut Armutsbericht der Bundesregierung mit einem Nettoeinkommen zwischen 500 und 900 Euro monatlich unterhalb der Armutsgrenze liegen. Diese Haushalte gäben heute mit 65 Euro schon etwa zehn Prozent ihres Monatseinkommens für Strom und Wärme aus. Bis zum Jahr 2009 könnten sich die monatlichen Energiekosten sogar auf etwa 130 Euro verdoppeln. „Damit würden die Energiekosten nach der Miete zum zweitgrößten Ausgabeposten der armen Haushalte.“ (dpa)